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Spitzenalpinist oder Dienstleister? Eine Streitschrift.

Bergführer 2.0, argonaut.pro I bergundsteigen.blogBergführer ist ein Traumberuf! Absolut! Wir beide machen das jetzt mit großer Begeisterung und Freude gut zehn Jahre hauptberuflich. Wir sind braungebrannt und kerngesund und glücklich verheiratet. Genug Kohle haben wir auch. Das mal vorweg.

von Philipp Schmidt und Tobias Bach

Wir haben auch beide nicht „irgendeine Nische” für uns entdeckt, wir arbeiten sowohl für zwei große Schweizer Bergschulen, in der wir das klassische Bergschulprogramm abarbeiten als auch mit Privatgästen. Wenn wir zum 87. Mal aufs Allalin stapfen, dann macht uns das mal mehr (nette Gäste, schönes Wetter) und mal weniger (…) Spaß. Das macht aber nix, denn wir sind nicht Bergführer geworden zur Selbstverwirklichung, sondern weil es für uns (nach wie vor) der TraumBERUF ist.

Bergführer 2.0, Pauli Trenkwalder I bergundsteigen.blog

Traumberuf Bergführer, ©Pauli Trenkwalder

Allerdings wohl nicht in dem Sinne, wie es sich unsere Mitmenschen ab und an vorstellen: Ständig fährt man als erster in den Tiefschneehang, man schläft im suitigen Bergführerzimmer, vor dem Abendessen ist man zum elitären Bergführerapero geladen und am Ende bekommt man auch noch Geld dafür.

Klingt tatsächlich nach Traumberuf – wir haben jedoch eine hohe Verantwortung, wir sind den ganzen Tag fremdbestimmt, die soziale Absicherung und die Verträglichkeit des Jobs mit Ehe und Familie sind katastrophal und, wir dürfen hier einen älteren Kollegen zitieren: „Die Matratzenlager und die Waschräume auf den Hütten hast du irgendwann gesehen“. Das ist ganz schön anstrengend und allzu viele von uns halten das kein ganzes Berufsleben durch. Von körperlichen Grenzen und weiterem Lamento nicht zu reden.

 

Es ist ein Berufsbild, das wie so vieles heutzutage einer dynamischen, sich immer mehr beschleunigenden Veränderung unterworfen ist. Wie dynamisch, hat uns – beispielhaft fürs Führen im Expeditionsbereich – Lukas Furtenbach (bergundsteigen #104) sehr anschaulich vor Augen geführt. Wie anpassungsfähig und -willig sind wir, die haupt- und nebenberuflichen, die angehenden Bergführerinnen und Bergführer, sind die Verbände mit ihren Ausbildungsstrukturen, die Bergschulen?

Philipp wohnt im Goms und ist im Walliser Bergführerverband, Tobi (VDBS, dt. Verband) wohnt in Köln und fährt mit Bus und Bahn zu jedem Einsatz, meist in Richtung Westalpen. Wir beide haben jeweils mehr als 140 Führungstage pro Jahr. In vielen Gesprächen sind wir zu dem Ergebnis gekommen, dass die Bergführerausbildung (wir beziehen uns auf den deutschsprachigen Alpenraum) dringenden Reformbedarf hat. Dazu wagen wir eine subjektive Bestandsaufnahme. Um unseren eigenen Horizont zu erweitern, haben wir uns zunächst umgehört und ca. 20 Interviews sowie unzählige weitere Gespräche zu diesem Thema geführt: mit Aspiranten, Bergführern, Bergschulleitern, Ausbildern und Funktionären (bis auf ganz wenige Ausnahmen stimmt die männliche Form, leider!). In Deutschland, Österreich, Südtirol und der Schweiz. Viel Spaß beim Lesen und hoffentlich anschließend beim Diskutieren.

Unsere Befragung

Wir haben insgesamt ca. 20 Interviews durchgeführt, um unseren Horizont zu erweitern und natürlich auch, um Informationen zu bekommen, die man sonst mühsam recherchieren müsste. Wir haben die Gesprächspartner meist angerufen, die Gespräche nicht aufgezeichnet und anschließend ein Gedächtnisprotokoll angefertigt. Meist hat über unsere Interviewfragen hinaus ein sehr interessanter und bereichernder Austausch stattgefunden. Wir haben die zu Befragenden in vier Gruppen eingeteilt und uns bemüht, diese jeweils für Deutschland, Österreich, Schweiz und Südtirol einigermaßen gleichmäßig zu befragen:

  • Bergführerausbilder und Verbandspräsidenten („Funktionäre”), die in ihrem jeweiligen Land die Ausbildung maßgeblich prägen.
  • Bergschulbetreiber, sowohl von einigen großen Schulen als auch von Tante-Emma-Läden.
  • Bergführer und Bergführerinnen, die hauptberuflich arbeiten – meist schon länger.
  • Bergführeraspiranten und -aspirantinnen, meist eher am Ende der Ausbildung.

Dies ist keine wissenschaftliche Studie, daher sei hier nur beispielhaft einer der Leitfäden aufgeführt:

Leitfaden 1: Ausbilder/Funktionäre

  • Verfügst du über Zahlen, wie viel Prozent der Bergführerschaft in deinem Land hauptberuflich arbeiten?
  • Lässt sich an der Zahl der Absolventen der Ausbildung ein Trend ablesen?
  • Welchen Stellenwert hat soziale Kompetenz in der Bergführerausbildung?
  • Was sollte geschehen, um Ausbildung und Beruf zukunftsfähig zu machen?

Die anderen Leitfäden stellen wir gern auf Anfrage zur Verfügung. Die Gedächtnisprotokolle fließen in den Text in anonymisierter Form ein. Ausnahmen stellen offizielle Verbandsvertreter dar, die wir namentlich zitieren dürfen.

Willkommen in der Wirklichkeit: Der „echte” Gast

Eine kleine Legende (Legende: Im Kern so passiert, hier und da was dazu gedichtet, was real sein kann) aus dem phantastischen letzten Winter:

Ein Aspirant war mit, und der hatte keine Harscheisen. Hat er noch nie gebraucht, sagte er. Mag sein, und er weiß wohl auch, dass Harscheisen beim Führen dazugehören, aber wir alle gehen ja flexibel mit den Regeln um, wo wir es noch dürfen.

Bergführer 2.0, argonaut.pro I bergundsteigen.blog

Der echte Gast … @argonaut.pro

Wir gehen also auf Tour mit den Gästen, dabei reflektieren wir: Dass viele Skibergsteiger in Sachen Spitzkehre viel schneller ans Limit kommen als im konditionellen oder skifahrerischen Bereich. Wir gehen irgendwann in Entlastungsabständen, weil‘s heikel ist – wir sind da einer Meinung. Kammnah wird’s dann hart, wir schreien „Harscheisen montieren“ nach hinten und dann könnte Folgendes passieren: die Hälfte der Gruppe kann das nicht, weil sie es noch nie gemacht hat. Sie sind aber 150 m unter uns. Dann sind irgendwann, mit Glück, doch alle Harscheisen montiert, aber die steile Spitzkehre mit den Felsen darunter will trotzdem nicht klappen – obwohl wir mit dem Pickel ein Plateau geschaffen haben (hat der Aspirant auch noch nie gesehen und hat der Bergführer auch erst in der Schweiz gelernt).

Da muss der Bergführer drunter stehen und spotten. Kann er das, wenn er selbst keine Harscheisen anhat? Eben.

Und haben wir in der Bergführerausbildung irgendwann mal die Situation geübt, einen Gast bei der Spitzkehre zu „spotten“? Eben.

Und jetzt kommt noch die Angst. Des Gastes. Eben.

Und unsere Angst vor seiner Angst. Eben.

Und kann sich jemand der dies lesenden BergführerInnen daran erinnern, die Didaktik der gar nicht trivialen Spitzkehrenvermittlung mal richtig erlernt zu haben? Nun ja.

Jedenfalls ein toller Praktikumstag. Der Aspirant hat hart am Gast gelernt, der Bergführer hat gelernt, dass ein handelsüblicher Aspirant viel weniger Schiss hat als er (der Bergführer zieht auch privat gerne einmal Harscheisen an) und außerdem das eminent Wichtige: Hard-skill-mäßig („jetzt müssen wir was machen, wir gehen Sicherheitsabstände”) ist der Aspirant – wie übrigens alle anderen, mit denen der Bergführer bisher unterwegs war – top.

Das empfinden die Aspis auch so. In unseren Gesprächen zeigte sich, dass sie sich technisch gut ausgebildet fühlen; auch die Bergführer, welche wir befragt haben – die vor 30 Jahren die Ausbildung abgeschlossen haben -, fühlten sich damals technisch auf der Höhe der Zeit. Durch große Institutionen wie SLF und Sicherheitsforschung (um nur zwei zu nennen) verteilen sich neue Erkenntnisse blitzschnell und werden zeitnah in die Ausbildungen aufgenommen, weiterentwickelt und praxistauglich gemacht. Und die Hersteller entwickeln die dazugehörigen Tools.

Ganz anders beim Faktor Mensch, der sozialen Kompetenz oder wie immer wir es nennen: Jeder Gast, jeder moderne Mensch im Tal, den man fragt, gibt diesem Bereich (mindestens) die „halbe Miete” für den Bergführerberuf. Dass Empathie schwerer zu lehren ist als ein Halbmastwurf, ist eine Binsenweisheit (und Standardausrede).

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„Dass Empathie schwerer zu lehren ist als ein Halbmastwurf, ist eine Binsenweisheit (und Standardausrede).“ ©argonaut.pro

Betrachten wir es doch mal systemisch: Spätestens seit dem Genius Werner Munter wissen auch wir am Berg, dass im Dreieck Verhältnisse-Gelände-Mensch jedes Element die anderen beeinflusst und in jeder Entscheidung (Führen ist ja nichts anderes als eine Abfolge von Entscheidungen) alle drei Ecken dieses Dreiecks gedacht werden müssen; weil sich das ganze Dreieck verschiebt, wenn ich an einer Ecke zupfe.

Wenn im Fach Ökologie ein Förster mit uns auf Tour geht und uns vor Ort zeigt, wo das Schneehuhn wohnt, wenn wir in der Bergrettung einen Hängenden mit Kunstblut aus der Wand ziehen – warum schaffen wir es dann nicht, Standardsituationen – und seien es Krisen im zwischenmenschlichen Bereich – im Gelände und am Hüttentisch zu üben? Während der gesamten Ausbildung? Warum sagen alle, man könnte das nicht prüfen? Haben PsychologiestudentInnen keine Prüfungen?

An dieser Stelle sind wir ausbildungsmäßig aus unserer Sicht im Mittelalter. In den von uns betrachteten Ländern findet das Thema zurzeit auf drei Ebenen statt:

  • Feedback von Bergführerausbildern in Situationen während der Ausbildungskurse. Diese sind subjektiv, mögen hilfreich sein, können aber, je nach Haltung des Ausbilders (diese wurden bekanntermaßen nicht nach sozialer Kompetenz ausgewählt), im Sinne eines wertschätzenden Umgangs mit dem Gast sogar kontraproduktiv sein.
  • Eine oder mehrere Einheiten im Theorielehrgang. Ich (Tobi) mache das in Deutschland. Ich habe dafür einen Tag. Wenn ich es gut mache, wecke ich ein bisschen Begeisterung und Wertschätzung für das Thema. Wir machen dort Rollenspiele mit kritischen Situationen, die ich über die Jahre hinweg gesammelt habe. Manch eine/r merkt dann, dass es in einer kommunikativen Situation auch Alternativen gibt, die mich weiter bringen als mein intuitives Verhalten. Wenn ich jedoch an diesem einen Tag im Theorielehrgang eine dauerhafte Verhaltensänderung erreichen könnte, wäre ich Gott. Nachhaltig ist das wohl nur für diejenigen, welche ohnehin offen für diese Thematik sind.
  • Als einziger Ort, wo die angehenden Bergführer*innen echte Gäste in freier Wildbahn erleben können, bleibt das Praktikum, welches die Aspiranten in allen Ländern ableisten müssen. Es lohnt sich, einen Blick darauf zu werfen.

Praktikum und soziale Kompetenz

Wenn man während der Ausbildung immer nur die anderen Aspiranten oder den Prüfer am Seil hat, die nie stolpern und selbstverständlich völlig frei von Emotionen sind, dann ist wohl das Praktikum der Ort, wo man den Umgang mit echten Gästen erlernen soll.

Wie sieht dieses Praktikum aus, auf dem Papier und in echt? Ein Blick in die Länder: Wir beginnen mit Deutschland, da wir hier aufgrund unserer Herkunft und Ausbildungsvergangenheit am besten informiert sind. Des Weiteren haben wir den Eindruck, dass viele Aspekte des deutschen Praktikums auf andere Länder übertragbar sind.

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Deutschland

Im Online-Informationsblatt der deutschen Ausbildungskommission für Berg- und Skiführer für Interessenten steht auf Seite 7: „Das Praktikum ist ein wesentlicher Teil der Ausbildung”.

36 Tage sind gefordert, zu gleichen Teilen in Fels, Eis und Schnee – mindestens. Scrollt man ein wenig hinunter, ist zu lesen, dass die freiwilligen Vorbereitungslehrgänge für die staatliche Prüfung (je 6 Tage auf Ski-, Hoch- und Felstour) auf das Praktikum angerechnet werden können. Bleiben 18 Tage.

Fortbildungsveranstaltungen von Bergschulen werden ebenfalls anerkannt. Bleiben X Tage.

In Deutschland war und ist es zudem in einigen Bergschulen gängige Praxis, die Aspiranten alleine loszuschicken, ohne betreuenden Bergführer. Reduziertes Honorar trotz voller Verantwortung – na super. Und der Aspirant ist auch zufrieden, weil ihm das zugetraut wird. Und er läuft auch gerne zweimal vom Skidepot zum Gipfel am Piz Palü, weil er halt sechs Gäste hat. Solche Beispiele kennen wir viele. Und die Gäste sind auch glücklich, was haben wir doch für einen fitten und motivierten Aspiranten.

Hinzu kommt: Bei den „Pflichten des Ausbilders” (des Lehrherrn) im Ausbildungsvertrag findet sich ebenfalls kein Wort, was die Vermittlung von sozialer Kompetenz im Umgang mit den Gästen o.Ä. betrifft.

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass das Praktikum nur dann einen Mehrwert in Sachen „Führungserfahrung mit echten Gästen” bringen kann, wenn der Aspirant sich das Praktikum auch selbst so gestaltet. Und wer dies genauso tut, hat es wohl am wenigsten nötig – so die allgemeine Tragik.

Zum Ende der Ausbildung hat man schon viel Zeit und Geld investiert und dementsprechend möchte man nur noch möglichst schnell fertig werden. Obwohl das Hauptziel ja eigentlich sein sollte, möglichst gut für den zukünftigen Berufsalltag als Bergführer ausgebildet zu sein. Aber egal, als Bergführer arbeiten will man ja sowieso nicht wirklich, weil einen die Gäste jetzt schon nerven und eh viel zu schlecht sind … und man glaubt ja eh ohnehin, dass man super mit Gästen umgehen kann.

Aufgrund all dessen wird das Praktikum so effizient wie möglich gestaltet, inklusive Privattouren. Dies geht natürlich noch leichter, wenn man mit dem Lehrherrn per du ist. Diese etwas sarkastische Darstellung entspricht unserer Wahrnehmung, Ausnahmen bestätigen die Regel.

Heeres- und Polizeibergführer, welche die zivile Bergführerausbildung angehen wollen, müssen im Übrigen nur ein 18-tägiges Praktikum (als Eingangswert statt 36 Tage) absolvieren. Es fällt uns bei aller Phantasie schwer sich vorzustellen, warum diese Personengruppe aus ihrer Berufspraxis offensichtlich bereits mehr Erfahrung mit echten „Gästen” mitbringen soll.

Österreich

In Österreich umfasst das Praktikum mindestens 14 Tage, gleichmäßig zu verteilen auf Sommer (Hochtour) und Winter (Skihochtour). Auch hier gibt es in der Ausbildung keine echten Gäste. Da hier der Ausgangswert bereits erheblich niedriger ist als in Deutschland, kann aus unserer Sicht nicht davon ausgegangen werden, dass Aspiranten hier mehr Erfahrung im Umgang mit Gästen sammeln können als im Nachbarland.

Schweiz

In der Schweiz ist die Neigung, sich an Regeln zu halten – auch wenn es keine/r sieht -, deutlich ausgeprägter. Zudem gibt es drakonische Strafen, wenn man erwischt wird – wer dort mal zu schnell gefahren ist und geblitzt wurde, kann ein Liedchen davon singen.

Uns ist kein Fall bekannt, in dem Schweizer Aspiranten komplett ohne betreuenden Bergführer losgeschickt wurden (wohl aber „in Sichtweite” auf den Nachbarmugel, was rechtlich o.k. ist). Wenn wir bei Höhenfieber oder Berg+Tal in einer Doppelgruppe mit Aspirant unterwegs sind, müssen wir anschließend gemeinsam mit dem Aspiranten einen strukturierten umfangreichen Bewertungsbogen über sein Verhalten ausfüllen.

Dieser Bogen ist interessant: Hier werden sechs Themenblöcke abgefragt. Nur einer davon betrifft das alpintechnische Können, alle anderen zielen auf Sozialkompetenz inkl. methodisch-didaktischer Kompetenz ab. Also ziemlich genau die umgekehrte Stoßrichtung als die Beurteilungskriterien für Aspiranten in Eignungstest und Prüfung! Auch hieran sieht man die Schieflage zwischen Ausbildung und beruflichem Anforderungsprofil, die weiter unten noch ausgeführt wird.

Für die Betreuung des Aspiranten auf der Tour bekommt der Bergführer übrigens 30 CHF. Auch das ist eine Form der Wertschätzung des Praktikums, und das meinen wir nicht ironisch.

Auf dem Papier sind in der Schweiz 40 Praktikumstage abzuleisten, davon je 15 im Sommer und Winter plus „10 anspruchsvolle Privattouren”. Dazu sagte uns ein junger Schweizer Bergführer, das sei „ein Witz”, man könne auch im Sommer 15 x aufs Breithorn und im Winter 15 x auf den Stotzigen Firsten (Allerweltsskitour im Furkagebiet) gehen.

„Anspruchsvolle Privattouren“werden in der Praxis auch in Deutschland mitunter angerechnet (s.o.). Natürlich kann man auf Privattouren seiltechnisch das Gelernte super üben, jede/r macht das. Vor und nach der Prüfung.

Wir meinen, für ein Praktikum, das den Namen verdient, ist die stringente Supervision durch einen erfahrenen Lehrherrn oder eine Lehrdame un-er-läss-lich. Privattouren fürs Praktikum anrechnen zu lassen führt völlig am Praktikumsziel vorbei. Auch hier keine echten Gäste und auch für die Schweiz konstatieren wir: Das kann nicht im Sinne des Erfinders sein.

Südtirol

Ein klein wenig anders gestaltet es sich südlich des Brenners. In Südtirol müssen bis zu dem Tag, an dem sich eine Kandidatin/ein Kandidat letztendlich Aspirantin/Aspirant nennen darf, 95 Ausbildungs- und Prüfungstage (zum Vergleich: in Deutschland sind es 70 Ausbildungstage) absolviert werden. Während diesen Ausbildungstagen wird immer wieder auch mit und an realen Gästen gearbeitet. Danach haben die frischgebackenen Aspirantinnen und Aspiranten die Möglichkeit 18 Monate lang –  bis zur Abschlussprüfung – selbständigin den Bergen Italiens unterwegs zu sein. Dieses Praktikum wird in der Regel ohne einen festen Supervisor/Lehrherrn durchgeführt. Da in Südtirol „nahezu 100 %” (Ausbildungsleiter Erwin Steiner) der Aspirantinnen und Aspiranten später auch neben- oder hauptberuflich als Bergführer arbeiten möchten, wird diese Möglichkeit  sehr gut angenommen und gewissenhaft durchgeführt und dokumentiert.

Fazit: Die angehenden Bergführerinnen und Bergführer sammeln mehr Erfahrung, auch mit „echten Gästen” – aber auch hier fehlt ein qualifiziertes Feedback. 

Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr, oder: Man wird alt wie Kuh und lernt immer noch dazu…

Aus der Führungsforschung wissen wir, dass erfolgreiche Führungspersönlichkeiten nicht ein gemeinsames Set an unveränderlichen Persönlichkeitseigenschaften haben, sondern, wenn sie überhaupt etwas gemeinsam haben, sind es bestimmte Verhaltensweisen.

Das Schöne an Verhaltensweisen: Man kann sie genauso erlernen und schulen wie die Seiltechnik. Das Blöde: Auch hier gilt, Umlernen ist schwieriger als Neulernen.

Deshalb glauben wir, dass dieses Thema die ganze Bergführerausbildung strukturiert begleiten sollte.

Dafür gibt es noch einen weiteren Grund: In unseren Interviews wurde mehrmals gesagt, dass „die Gäste schwieriger werden”. Bergführer, die so etwas sagen, bringen dann im gleichen Atemzug schockierende Beispiele für eine aus ihrer Sicht überzogene Dienstleistungserwartung – bis hin zur Powdergarantie.

Doch hatte die Bergschule in der Ausschreibung nicht „phantastische Powderhänge” versprochen? Wir leben im konkurrenzbasierten Kapitalismus (beim Heliskiing in Kanada zahlt man per 1.000er-Päckchen Abfahrtshöhenmeter). Wo ein Gast die Diensteistung als erbrachtes Produkt gegenüber den anderen Gästen gefährdet (Verspätung morgens um 3:00 vor der Monterosahütte) ist dies zu klären – auch dafür braucht es Konfliktfähigkeit als soziale Kompetenz.

Insgesamt braucht und wünscht der Dienstleistungsempfänger jedoch das Gefühl, dass der Bergführer/die Bergführerin alles gibt, um seinen Bedürfnissen gerecht zu werden. Und das in einer heterogenen Gruppe bei mittleren Anforderungen – das klingt kompliziert und ist es auch.

Und wenn wir erneut in das zehnseitige Infoblatt der deutschen Bergführer-Ausbildungskommission für Interessenten blicken, so steht dort als Voraussetzung WI5+/ED/M7 im Eis, 6c+ im Fels und sehr gutes skifahrerisches Können in jedem Schnee und SCHLUSS.

Am Ende des Papiers, bei den Beurteilungskriterien für die Lehrgangsprüfungen, steht „u.a. persönliches Können, alpine Erfahrung, Risikobewusstsein- und Verhalten, Sicherungstechnik und Seilmanagement, Kondition.”

So etwas wie „Freude am Umgang mit Menschen, kommunikative oder soziale Kompetenz, Empathie” suchen wir dort vergebens – anders als in jeder Stellenausschreibung im Dienstleistungsbereich, zum Beispiel die eines Callcenters.

Dazu Hansi Stöckl von Alpine Welten, einer großen deutschen Bergschule:

„Mein Eindruck ist, dass das persönliche Können immer weiter nach oben getrieben wird und der Bergführer eher zu einem Profi-Alpinisten ausgebildet wird, als zu einem vielseitigen Partner für einen oder mehrere Kunden.

Dabei geht es ja im Wesentlichen nicht darum, wie schwer jemand klettern kann, sondern darum, wie flexibel, kreativ und individuell er auf die Wünsche und Fähigkeiten der Kunden eingehen kann. Die Prüfungssituation mit ´gespielten´ Kunden ist unrealistisch. Es sollte mit echten Kunden gearbeitet werden, auf die man eingehen sollte und auch auf Touren, die ´realistisch´ im Bergführeralltag geführt werden.“

Jetzt haben wir viel über Deutschland geschimpft und möchten nochmals daran erinnern, dass wir die Situation in den anderen Ländern keinesfalls für besser halten. Darüber hinaus sind wir uns dessen bewusst, dass es die Bergführerausbildung vor enorme Herausforderungen stellt, ein solches Großthema – dessen Wichtigkeit im Übrigen alle von uns befragten Bergführerausbilder in allen Ländern unterstreichen – konkret in der Ausbildung zu verankern.

Zudem ist es ein Thema, welches naturgemäß in die Methodik-Didaktik fast aller anderen Themen eingreift.

Aber auch wenn‘s weh tut: Es muss sein und zwar jetzt. Je mehr Kooperation über die grüne Grenze in den Bergen hinaus es gibt, desto weniger Arbeit macht es.

Langsam Aussterben oder schnell anpassen?

Mit dem Bergführerberuf und der Ausbildung ist es wie mit dem Klimawandel: Alle wissen, da ist ein Problem, aber irgendwie zum Glück weit weg. Bei uns ist das Wetter schließlich super; der letzte Bergwinter und -sommer, wer will sich darüber beschweren? Nur beim Blick vom Breithorn auf den Gornergletscher erschrickt man leicht.

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Bergführer-Abzeichen an der Brust & aufgenommenes Seil – zwei klassische Bergführer-Insignien, ©argonaut.pro

Auch bei unserem Thema sind die Meldungen widersprüchlich, denn die untersuchten Länder haben in der öffentlichen Wahrnehmung offensichtlich ein mehr oder weniger großes Nachwuchsproblem; dazu ein paar Zeitungsausrisse:

  • Harte Ausbildung, wenig Kandidaten: Luft für Bergführer wird dünner (Tiroler Tageszeitung vom 17.10.2018).
  • (…) Die Schweizer Bergführer haben ein Problem: Jahr für Jahr werden zu wenig Berufskollegen ausgebildet (Berner Zeitung vom 27.7.2018).

Gleichzeitig belegen die Zahlen der Absolventen der Bergführerausbildung in der Schweiz (wahrscheinlich ebenso in den Nachbarländern) eindrücklich, dass in den vergangenen Jahrzehnten die Absolventenzahl stets mehr oder weniger großen Schwankungen ausgesetzt war und man aufgrund dessen nicht von einem allgemeinen „Negativtrend” sprechen kann. Der Chef zweier großer Schweizer Anbieter sagte uns, dass er sich vor Anfragen von Bergführern „kaum retten” kann. Sicherlich kommen diese teilweise aus dem EU-Raum und sind scharf auf die höheren Schweizer  Honorare, weil man ja in den Ostalpen kaum noch als Bergführer eine Familie ernähren kann!?

In Österreich sagte uns ein renommierter Bergführer und Ausbilder, dass er in Tirol gar nicht mehr sein Pickerl tragen würde: Hätten zu viele nur als modisches Accessoire, sei peinlich. In der phantastischen neuen Kletterhalle in Innsbruck gibt‘s keine Ermäßigung für Bergführer, weil es vermutlich buchhalterisch einfacher wäre, den wenigen Nicht-Bergführern in der Halle einen Aufschlag zu geben …

Österreich und die Schweiz haben beide je gut acht Millionen Einwohner und einen Haufen Berge. Österreich bildet jährlich 25-40 Bergführer aus (zum Eignungstest kommen jedes Jahr über 100), die Schweiz im Schnitt ca. +/- 25 (2002 bis 2011 im Schnitt 29 ½).

Deutschland, mit seinem kleinen Alpenzipfel und 10-mal so vielen Einwohnern, bildet jährlich im Schnitt ein gutes Dutzend Bergführer aus. Von den gut 500 deutschen Bergführern arbeiten laut Schätzung von Gudrun Weikert (an der technischen Universität München verantwortliche Bergführerin für die staatliche Prüfung) „maximal 20 %” hauptberuflich.

Dies deckt sich mit einer VDBS-Befragung, die Martin Schwiersch 2009 durchgeführt hat: Bei einer Rücklaufquote von 49 % gaben nur 28 % der „Nichtsenioren” an, hauptberuflich tätig zu sein.

Dabei darf man eines nicht vergessen: Der Deutsche Alpenverein (DAV) ist nach dem Deutschen Fussballbund (DFB) der größte Verband im deutschen Sportbund! Das bedeutet: Es wird ein RIESEN- Lehrteam für die Aus- und Fortbildung der ehrenamtlichen Trainer (früher Fachübungsleiter) in den Sektionen ge- und unterhalten.

Würde man die Tage in diesem Lehrteam bei den „Hauptberuflichen” rausrechnen, sähe es wohl so dramatisch aus wie in der Schweiz: Reto Schild, technischer Leiter der Schweizer Bergführerausbildung, schätzt, dass von den ca. 1.300 Schweizer Kollegen nur ca. „100-150” hauptberuflich arbeiten und das Durchschnittsalter „eher bei 60 als bei 35” läge (Berner Zeitung vom 27.7. 2018). Dies deckt sich mit den Erfahrungen eines langjährigen Schweizer Ausbilders, welcher davon spricht, dass zehn Jahre nach dem erfolgreichen Abschluss der Ausbildung nur noch etwa 8- 10 % regelmäßig und im Haupterwerb als Bergführer unterwegs sind.

Scheinbar machen viele die Ausbildung, weil es cool ist, weil es gut in den Lebenslauf oder die Karriereplanung passt und/oder in bestimmten Kreisen zu einem Vollwert-Bergsteiger dazu gehört.

Wir haben uns bis hierher wohl schon genug Feinde gemacht und fragen trotzdem: Wie kann das sein? Ist diese Berufsausbildung etwa zu billig, zu kurz, zu wenig aufwendig und somit „nebenbei” zu erledigen?

Und ist dann im Anschluss das nebenberufliche Führen mangels Routine nicht auch zu gefährlich (ein weiterer Punkt, der kontrovers in der Szene diskutiert wird: einige erfahrene Bergführer in unserer Befragung meinen, wer weniger als 50 Tage im Jahr führt, lebt auf Touren mit komplexen Entscheidungssituationen gefährlich, mithin auch seine Gäste …)?

Stirbt der Bergführer als BERUF etwa unbemerkt aus, wie die Million Tier- und Pflanzenarten? Hilft Konservieren und Ausstopfen oder evolutionäre Anpassung?

Viele Fässer, die sprudeln. Greta Thunberg würde sagen. „Ihr sollt Panik haben, damit ihr endlich was macht!“

Bergführer 2.0, argonaut.pro I bergundsteigen.blog

Wohin geht die Reise? Beim Bergführer W.W.W. relaxed zum Einstieg. ©argonaut.pro

Wir sind für Evolution und beenden unsere Streitschrift mit diesen Vorschlägen:

1.

Die AspirantInnen und BergführerInnen, die wir gefragt haben, fühlten sich alle technisch gut ausgebildet und „im Umgang mit Menschen” wenig bis gar nicht. Der Bereich „soziale Kompetenz” gehört zu den sog. Soft Skills (im Unterschied zu Hard Skills wie HMS) in die u.a. Kommunikativität, Konfliktfähigkeit, Führungskompetenz und Empathie als Voraussetzung fallen.

Empathie ist laut Wikipedia „dieFähigkeitundBereitschaft,Empfindungen,Emotionen,Gedanken,MotiveundPersönlichkeitsmerkmaleeiner anderen Person zu erkennen, zu verstehen und nachzuempfinden”. Dieses Einfühlungsvermögen – kann irgendjemand der dies lesenden Bergführer sagen, dass seine Ausbilder diese Eigenschaft vorgelebt hätten? Die Ausbilder müssen es vorleben, die Kandidaten sollen es mitbringen: Wie könnte man es beispielsweise im Eignungstest implementieren? Paul Mair, der in Österreich den Bereich Soft Skills im ersten Theoriemodul unterrichtet, stellt immer eine ganz einfache Frage: „Was unterscheidet einen guten Bergführer von einem guten Bergsteiger?“

Die intensive Selbstreflexion auch über die eigene Motivation zu Beginn der Ausbildung muss gestärkt und abgefragt werden, damit sich herumspricht, dass der Spitzenalpinist nach dem alten Motto „wenn jeder an sich denkt, ist an alle gedacht” als Bergführer eine Fehlbesetzung ist.

In Deutschland kommt mittlerweile ein recht großer Anteil der Bewerber aus dem Expeditionskader des Deutschen Alpenvereins, der Crème de la Crème der Nachwuchsspitzenbergsteiger. „Komm denen mal mit ´ner Schneeschuh- und oder Gletscherwanderung …” (Gudrun Weikert).

In Bewerbungsunterlagen und öffentlicher Kommunikation muss deutlicher werden, dass Begeisterung für Menschen genauso wichtig ist wie 6c+ und genauso viel Training erfordert.

Und, dass der Berufsalltag überwiegend aus für uns langweiligen Ski- und Hochtouren besteht. Langweilig, wenn uns nicht die Menschen interessieren und begeistern und wir eigentlich viel lieber Staralpinisten als Profibergführer wären …

2.

In jedem Lehrgang müssen, insbesondere bei Fragen des Risikomanagements, soziale Kompetenz und ihre Folgen für das Handeln omnipräsent sein.

Dazu braucht es entsprechend geschulte Ausbilder, welche als überzeugte Vorbilder voll hinter dieser Thematik stehen und diese auch leben und vorleben. Warum hier nicht ein Pflichtmodul für Ausbilder in sozialer Kompetenz schaffen?

3.

Über Module hinaus sollte eine systemische Auflistung von allen Hard und Soft Skills erstellt werden, die für den Bergführerberuf vonnöten sind und die man anwendungsorientiert (an der Berufspraxis) abarbeiten könnte.

Dazu bräuchte es eine möglichst breit aufgestellte Arbeitsgruppe.

4.

Um den beschriebenen Praxisschock zu vermeiden, muss zu Beginn der Ausbildung besser kommuniziert werden, dass es ein Beruf ist und wie der Berufsalltag aussieht.

Die Versuche der letzten Jahre, die Ausbildung zu verschlanken (Flexibilisierung der Reihenfolge, Entschlackung der Tagesanzahl – siehe Praktikum …) weisen aus unserer Sicht in die falsche Richtung. Es ist eine Bankrotterklärung, wenn die einzige Antwort auf den Umstand, dass man als Bergführer schwerlich eine Familie ernähren kann, darin besteht, dass die Ausbildung von vornherein als Nebenberuf konzipiert wird!

Vielmehr brauchen wir auch mehr Kooperation der Verbände, wenn es um die „Ächtung” von Bergschulen geht, die Hungerlöhne zahlen und wenn es um die öffentliche Wahrnehmung geht. Dies betrifft etwa die Abgrenzung von professioneller und ehrenamtlicher Begleitung am Berg.

Zum Ende der Bergführerausbildung empfehlen wir ein Modul „Start ins Berufsleben”. Betriebswirtschaftliche Basics, aber auch Gespräche mit langjährigen Profibergführern, welche detaillierte Auskunft über ihre Planung, ihre Organisation und ihr Management in Bezug auf Beruf und Familie geben, haben sich einige Aspiranten in unseren Gesprächen explizit gewünscht

5.

In unserer Befragung haben mehrere Bergführer, Ausbilder und Bergschulbetreiber aus drei Ländern gefragt: „Wer braucht Wasserfallklettern”?

Nun ja, tolle Sportart, und es gibt auch den einen oder anderen Gast dafür. Aber es wäre zu überlegen, ob diejenigen Disziplinen, die im Bergführeralltag von Gästen mehr nachgefragt werden, sprich offensichtlich zum Kerngeschäft gehören, auch mehr Platz einnehmen sollten in der BERUFSausbildung zum Bergführer?

Dabei muss der „alpine Zehnkämpfer” (Peter Geyer, ehemaliger IVBV-Präsident) gar nicht verloren gehen. Warum nicht einen Teil der Ausbildung modular organisieren, also wie in manchem Studium die Ausbildung in einen Pflicht- und einen Wahlbereich unterteilen?  An diese wunderbare Idee (die nicht ganz neu ist, aber bisher offensichtlich immer gleich verworfen wird wegen „geht nicht“) erinnerte uns Jürg Haltmeier von Berg+Tal im Gespräch. Ideen zur Umsetzung hat er auch:

6.

In Europa (übrigens meinen wir damit auch die Schweiz) sind die Bergführer-Berufsverbände sehr unterschiedlich organisiert (Bundesland, Nation, Kanton, autonome Provinz?) und unterschiedlich groß.

Die genannten Herausforderungen sind nur zu meistern, wenn wir der großen EU mal zeigen, wie Kooperation geht: Warum nicht den Wahlbereich so organisieren, das jedes Land seinen Pflichtbereich hat und als Module – nur mal so als Beispiel – Eisklettern in Österreich, Betriebswirtschaft in St. Gallen, Sportklettern im Frankenland, Clean Climbing in den Dolos, Höhenbergsteigen bei Rosi etc, etc. für die Aspiranten aller beteiligten Länder angeboten werden? Jeweils mit einem hochkarätigen, internationalen Lehrteam?

Da müssten einige Zöpfe ab, Eitelkeiten weg, Traditionen hinterfragt werden …

Die Zeit wäre reif dafür.

Damit der Bergführerberuf überlebt. •

Die Autoren

Philipp Schmidt I bergundsteigen.blogPhilipp Schmidt

Philipp Schmidt, Jg. 80, liebt den Umgang mit Menschen, ist mit Leib und Seele Bergführer, hat aus Begeisterung Geografie studiert und lebt als Bald-Papa im (noch) schneesicheren Goms.

 

Tobias Bach I bergundsteigen.blogTobias Bach

Dr. Tobias Bach, Jg. 66, wurde erstmal Sportwissenschaftler (Sportpsychologie) und dann zum Glück Bergführer. Unterrichtet das Fach in der dt. Bergführerausbildung und schreibt gelegentlich Fachbücher. www.gebirgsbach.de