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Florian Hellberg war die letzten Jahre als Autor und Redaktionsbeirat eng mit bergundsteigen verbunden. Der Mitarbeiter der Sicherheitsforschung verlässt nun den DAV und wechselt zu Edelrid. Flo verabschiedet sich selbst von dir und schaut zurück.

 

In den letzten 11 Jahren habe ich den Bergsport als Sicherheitsforscher betrachtet.
Begrifflich hat sich diese Perspektive von „Sicherheit“ zu „Risiko“ zu „Unsicherheit“ gewandelt. Den Wechsel von „Risiko“ zu „Unsicherheit“ habe ich selber begleiten dürfen. Für mich steht der Wechsel dafür, dass wir die Gefahren im Bergsport nicht mit einfachen Methoden auf ein gesellschaftlich akzeptiertes Restrisiko runtermanagen. Vielmehr müssen wir einsehen, dass Bergsport gefährlich ist und uns dazu bekennen. Jeder kann sich dann die Frage stellen, wie er oder sie in seinem Kontext, als Alleingeher/in, als Bergführer/in oder Seilschaft mit den Gefahren umgehen will. Diese Ideen und Vorstellungen können wir dann diskutieren und uns auf gemeinsame Leitlinien verständigen.

Dieser Diskussion entgegen steht die Entwicklung,
dass der Ruf nach einfachen und kurzen Antworten in den letzten 11 Jahren immer lauter geworden ist. Ich schließe mich hier der Wahrnehmung von Walter Würtl an. Der Spagat zwischen differenzierter Darstellung für mündige Bergsportler und einfachen kurzen Antworten war als Sicherheitsforscher häufig gefragt und war für mich immer herausfordernd. Dabei habe ich die Plattform bergundsteigen als Platz gesehen, um auch differenzierte Debatten zu führen.

Deshalb hat es mir viel Spaß gemacht,
11 Jahre bei bergundsteigen – davon 5 Jahre im Redaktionsbeirat – mitzuarbeiten, Artikel zu schreiben (was manchmal auch recht anstrengend war), Deadlines aufzuschieben und unzählige spannende Telefonate mit Peter Plattner zu führen oder ihn auf einen Kaffee auf der Durchfahrt zu treffen. Die Sitzungen des Redaktionsbeirats habe ich immer als sehr herzliche und wertschätzende Treffen empfunden, vielen Dank dafür. Besonderen Dank an Peter und Walter: die Gespräche mit euch waren immer geprägt von kreativen Ansichten und Impulsen, in denen oft neue Ideen und Ansätze entstanden sind.

Ab jetzt bin ich wieder verstärkt Leser,
der das Magazin vierteljährlich gespannt aus dem Postkasten zieht. Zukünftig werde ich meine Perspektive auf den Bergsport wechseln und bei der Firma Edelrid im Bereich Forschung und Ausbildung einsteigen. Als Bergsteiger, Freerider, Bergführer und Ausbilder werde ich weiter in den Bergen der Welt anzutreffen sein.

Ich wünsche uns allen viel Glück, gute Entscheidungen und weiterhin große Freude beim bergundsteigen-Lesen,

Florian Hellberg

Beiträge im Magazin bergundsteigen

von Florian Hellberg