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In einem normalen Gerichtsverfahren sind sie nicht viel wert: Zeugen, die den Mund nicht aufmachen und nichts erzählen. Bei der Beurteilung von Naturgefahren sind stumme Zeugen aber seit jeher von großer Bedeutung, weil Naturgefahrenprozesse oft ablaufen, ohne dass ein Mensch sie beobachtet. Die meisten Prozesse hinterlassen aber Spuren in der Natur, die klare Hinweise auf Art, Ausmaß und Häufigkeit eines Naturgefahrenprozesses liefern können. Erfahrene Alpinist*innen können diese Spuren lesen, interpretieren und ihr Verhalten entsprechend anpassen.
Dieser Artikel beschäftigt sich in erster Linie mit stummen Zeugen bei gravitativen Massenbewegungen, die als objektive Gefahren besonders häufig für Bergsteiger*innen von Bedeutung sind (Steinschlag, Felssturz, Muren). Die Beurteilung der stummen Zeugen im Gelände kann auch wichtige Hinweise bei der Risikoanalyse gravitativer Naturgefahren (RAGNAR) liefern.
Von Dieter Stöhr

Definition: Stumme Zeugen sind Spuren im Gelände, die auf abgelaufene und rezente Massenverlagerungsprozesse qualitativ rückschließen lassen und bestenfalls quantitative Interpretationen zulassen (Hübl, 2003).

Stumme Zeugen im professionellen Naturgefahrenmanagement

In Österreich werden stumme Zeugen seit Jahrzehnten zur Beurteilung von Naturgefahrenprozessen bei der Gefahrenzonenplanung und bei konkreten Schutzprojekten eingesetzt.

Die rechtliche Grundlage hierzu bietet das österreichische Forstgesetz (Forstgesetz, 1975) und darauf aufbauende Verordnungen und Richtlinien. Bei der Ausarbeitung der Gefahrenzonenpläne für den Siedlungsraum verwenden die Dienststellen der Wildbach- und Lawinenverbauung seit jeher ein ganzes Bündel an Methoden, um Art und Ausmaß von Naturgefahrenprozessen im besiedelten Raum zu beurteilen.

In der Richtlinie Gefahrenzonenplan findet sich auch eine Definition der stummen Zeugen im Kontext des Naturgefahrenmanagements, die zum Ausdruck bringt, dass die Interpretation dieser Hinweise keineswegs banal ist (BMNT, 2018):

„Stumme Zeugen sind Objekte, Formen oder Prozessspuren im Gelände, die Indizien für früher abgelaufene Prozesse der Massenbewegung sein können. Es handelt sich um Phänomene mit Indikatorfunktion, mit Hilfe derer auf den Prozessraum und/oder Prozessablauf geschlossen werden kann. Manchmal sind aber auch Informationen zu den prozessauslösenden Faktoren und/oder zum Zeitpunkt/Zeitraum ableitbar. Stumme Zeugen können geologisch-struktureller, geo(-morphologischer) oder botanischer Natur sein, so dass für eine sachgerechte Beurteilung im Gelände disziplinübergreifende Kenntnisse unerlässlich sind.“

Im professionellen Naturgefahrenmanagement zur Sicherung des Siedlungsraumes vor Naturgefahren ist die Bewertung der „stummen Zeugen“ allerdings nur eine von mehreren Beurteilungsgrundlagen zur Beschreibung von Massenbewegungsprozessen. Hier steht eine große Methodenvielfalt zur Verfügung, die von der Auswertung alter Chroniken, dendrochronologischen Messungen, C14-Datierungen, Interpretation und Quantifizierung geomorphologischer Formen bis zur Berechnung von Transportprozessen auf Basis physikalischer Modelle reicht. Diese Aufgabe wird in Österreich in erster Linie von der Wildbach- und Lawinenverbauung und den Amtssachverständigen der geologischen Dienste der Bundesländer durchgeführt.

Im Siedlungsraum gibt’s allerdings das Problem, dass „stumme Zeugen“ im Zuge von Aufräumungsarbeiten nach Naturereignissen oft rasch wieder beseitigt werden. Steine werden abtransportiert, Felsen gesprengt, Murenablagerungen weggeräumt.

Die Spuren in der Landschaft sind im Siedlungsraum daher oft trügerisch und deren Fehlen gaukelt manchmal eine falsche Sicherheit vor.

Stumme Zeugen im alpinen Gelände

Abseits der Siedlungsräume hinterlassen Massenbewegungen im Gelände Spuren, die teilweise über Jahre, Jahrzehnte und teilweise sogar über Jahrtausende (große Bergsturzereignisse) sichtbar sind. Erfahrene Alpinist*innen erkennen und interpretieren diese Anzeichen für Naturgefahrenprozesse auf Grund langjähriger Erfahrungen intuitiv und richten ihr Handeln danach aus.

Prozesse

Bei den gravitativen Naturgefahren werden in der Folge allerdings nur ausgewählte Prozesse betrachtet, die für Bergsteiger*innen am ehesten gefährlich werden können (Abb. 1). Diese ausgewählten Prozesse können mit dem Risikoberechnungstool „RAGNAR“ näher beurteilt werden.

Im Folgenden soll auf Sturzprozesse (Steinschlag, Blockschlag, Felssturz) und eingeschränkt auch auf Muren eingegangen werden.

Abb. 1 Gravitative Prozesse. Quelle: Hübl, Hochschwarzer , Sereinig, & Wöhrer-Alge, 2011

Abb. 1 Gravitative Prozesse. Quelle: Hübl, Hochschwarzer, Sereinig & Wöhrer-Alge, 2011

Prozessbereiche

Bei Steinschlag, Felssturz und Murprozessen lassen sich oft unterschiedliche Prozessbereiche unterscheiden, die durch spezifische Anzeichen (stumme Zeugen) im Gelände erkennbar sind:

Abbruchzone

Felsoberflächen sind zumeist oberflächlich durch chemische Reaktionen (Lösungsverwitterung) verfärbt und dort, wo ein Minimum an Feuchtigkeit vorhanden ist, auch oft mit (Blau-)Algen überzogen. Dadurch sind Felsoberflächen zumeist dunkler als die ursprüngliche Gesteinsfarbe, die nur an frischen Bruchflächen und in überhängenden (ständig trockenen) Wandbereichen sichtbar wird. Wandbereiche, aus denen häufig Steinschlagereignisse vorkommen, sind daher auf Grund des Farbmusters leicht erkennbar (Abb. 2).

Transitzone

Im Übergangsbereich zwischen Abbruch und Ablagerung findet man oft keine klaren Anzeichen für Steinschlagaktivität. Im Felsgelände sind manchmal nur undeutliche Abplatzungen und Schlagspuren am anstehenden Fels erkennbar. Im Wald findet man in diesem Bereich oft Steinschlagmarken (Rindenverletzungen) an Bäumen und Sträuchern (Abb. 3).

Ablagerungszone

Hier sind die Hinweise auf Steinschlagaktivität am deutlichsten, alles bleibt ja irgendwo liegen und kann beurteilt werden. Dominiert die ursprüngliche Gesteinsfarbe, ist mit kontinuierlich hoher Gesteinsnachlieferung zu rechnen (Abb. 4).

Abb. 2 Abbruchzone„Weiße Wand“ im Gschnitztal.Foto: Dieter Stöhr

Abb. 2 Abbruchzone „Weiße Wand“ im Gschnitztal. Foto: Dieter Stöhr

Abb. 3 TransitzoneAbplatzungen und Schlagspuren. Foto: Dieter Stöhr

Abb. 3 Transitzone mit Abplatzungen und Schlagspuren. Foto: Dieter Stöhr

Abb. 4 Ablagerungszoneam Wandfuß, hohe Aktivität, kontinuierliche Materialnachlieferung. Foto: Dieter Stöhr

Abb. 4 Ablagerungszone am Wandfuß, hohe Aktivität, kontinuierliche Materialnachlieferung. Foto: Dieter Stöhr

 Art des Prozesses

Sturzprozesse werden unter anderem nach der Größe der transportierten Einzelblöcke (Abb. 5) unterteilt in Steinschlag, Blockschlag, Felssturz und Bergsturz (Hübl J., Kienholz H., Loipersberger A., 2006).

Meist tritt Steinschlag eher häufig und in besonders instabilen Wandpartien beinahe kontinuierlich auf, während Großereignisse eher selten sind.

Abb. 5 Unterteilung der Sturzprozesse nach der Größe der transportierten Einzelblöcke.

Abb. 5 Unterteilung der Sturzprozesse nach der Größe der transportierten Einzelblöcke.

Alter der Ablagerung

Das Alter der Ablagerung kann aus dem Zustand der Vegetations- und Bodenbedeckung und der Gesteinsfarbe abgeleitet werden. Allerdings ist zu beachten, dass die chemische Oberflächenverwitterung, die Besiedelung mit Algen, Flechten und Moosen sowie die Humus- und Bodenbildung auch von klimatischen Faktoren und dem Gestein abhängig ist und nicht immer gleich schnell abläuft. Trotzdem gibt es grobe Anhaltspunkte, die in Abb. 6 dargestellt sind.

Abb. 6 Anhaltspunkte zum Alter der Ablagerungen.

Abb. 6 Anhaltspunkte zum Alter der Ablagerungen.

Vegetation als Steinschlagmarker

Da Pflanzen einen Standort auf Dauer besiedeln, eignen sie sich besonders gut als „Zeiger“ für Steinschlagaktivität. Manche Arten besiedeln gezielt Standorte, die besonders häufig von Steinschlag bestrichen werden, da sie besser als andere Pflanzen mit diesem schädigenden Einfluss umgehen können und daher in dieser eigentlich lebensfeindlichen Umgebung einen Standortvorteil haben.

Hier einige Beispiele (Abb. 7):

  • Rundblättriges Täschelkraut besiedelt labilen Hangschutt.
  • Haselnuss wächst häufig auf Schutthalden mit hoher Steinschlagaktivität in der montanen Stufe.
  • Latschen und Legbuchen stabilisieren Schutthalden dort, wo die Steinschlagaktivität etwas geringer ist.
  • Bergahorn und Linde besiedeln Blockhalden.
  • Bergahorn und Ulme kommen gehäuft in Steinschlagrinnen mit hoher Gleitschneeaktivität vor.
  • Steinschlagmarken an Bäumen zeigen das Vorhandensein von Blockstürzen sowie die Sprunghöhe der Blöcke. Die allenfalls vorhandene Überwallung der Steinschlagwunden gibt auch Anhaltspunkte für die Häufigkeit von Steinschlägen/Blockstürzen.
Abb. 7 Beispiele für Vegetation als Steinschlagmarker

Abb. 7 Beispiele für Vegetation als Steinschlagmarker

Einzelereignis oder kontinuierlicher Prozess

Spuren im Gelände können auch Aufschluss darüber geben, ob die Massenbewegung kontinuierlich oder im Rahmen von Einzelereignissen erfolgt. Im Wesentlichen liefern der Verwitterungsgrad der Ablagerung und deren Form Hinweise für den stattgefundenen Prozess.

Eine homogene Schutthalde unter einer Wand ist ein Zeichen für einen kontinuierlich ablaufenden Sturzprozess, der ganzjährig aktiv ist und in Zeiten mit Starkniederschlägen oder in der Frostwechselphase verstärkt auftreten kann. In diesem Fall ist der Ablagerungsraum mit unterschiedlich stark angewittertem Gesteinsmaterial bedeckt. Typischerweise sind Schutthalden durch eine Korngrößensortierung gekennzeichnet. Das feine Material wird in der Nähe der Wand abgelagert, je weiter entfernt von der Wand, desto größere Steine/Blöcke werden abgelagert.

Rinnenartige, in der Falllinie verlaufende Strukturen weisen auf Einzelereignisse im Zuge von Starkniederschlägen hin. Bei derartigen Transportprozessen, bei denen Wasser als Transportmedium beteiligt ist, sind Korngrößensortierungen weniger gut erkennbar. Die Ereigniswahrscheinlichkeit ist hier bei extremen Starkniederschlägen hoch, sonst aber sehr gering.

Ablagerungen können aber auch im Zuge katastrophaler Einzelereignisse in der Vergangenheit entstanden sein. In diesem Fall sind die Ablagerungen gleichmäßig verwittert oder sogar flächig von Vegetation bedeckt.

Abb. 8 Prozessbereiche bei Muren

Abb. 8 Prozessbereiche bei Muren

Grunddisposition

Massenbewegungen sind von einer Reihe von Faktoren abhängig. Es gibt Bereiche in den Bergen, wo Gestein sehr häufig und ohne äußere Ursache abgeht. Es handelt sich dabei um Bereiche, in denen das Gestein extrem aufgelockert und durch tektonische Prozesse stark beansprucht ist. Derartige geologische Störzonen haben eine erhöhte Grunddisposition gegenüber Steinschlag. Meist sind diese labilen Wandbereiche durch ausgedehnte Schuttfächer am Wandfuß gekennzeichnet.

Variable Disposition

Massenbewegungen werden meist durch ein bestimmtes Ereignis ausgelöst (Abb. 9). Derartige Ereignisse können menschlich verursacht sein, wie Sprengungen, Veränderungen der Hanggeometrie, Aufschüttungen, Wassereinleitungen und vieles mehr. Sie sind für Massenbewegungen im Siedlungsraum von Bedeutung, spielen beim Bergsteigen aber wohl kaum eine Rolle.

Von großer Bedeutung sind aber natürliche Ursachen und hier in erster Linie witterungsbedingte Faktoren. Hangrutschungen und Murprozesse treten im Gebirge fast immer in Zusammenhang mit intensiven oder lang andauernden Niederschlägen auf, welche die Auflasten erhöhen und die Reibung in Lockersedimenten und Festgesteinen herabsetzen. Erwärmung nach Frostperioden, lange Wärmeperioden im Hochsommer im Permafrostgebiet und starke Winde können die Disposition kurzzeitig erhöhen und Massenbewegungen auslösen. Manche Phänomene sind gebietstypisch und für die Locals selbstverständlich. Jeder einheimische Kletterer weiß, dass im Dschungelbuch bei Innsbruck bei starkem Föhn „viele Steine in der Luft sind“, für Gebietsfremde mag das aber überraschend sein.

Sturzereignisse stehen oft im Zusammenhang mit Witterungsphasen, in denen das gefrorene Gestein auftaut, was im Frühjahr oder bei Warmlufteinbrüchen auch im Winter passieren kann. Durch die Klimaerwärmung tauen im Sommer auch Festgesteine und Lockersedimentmassen auf, die bisher permanent auch während des Sommers gefroren waren (Permafrost), was in den letzten Jahren ganz allgemein zu einer Häufung von Sturzprozessen in diesem Bereich geführt hat.

Die katastrophalen Bergsturzereignisse an der Petit Dru und dem Piz Cengalo, die mit dem auftauenden Permafrost in Zusammenhang gebracht werden, sind jedem Bergsteiger bekannt, aber nur die Spitze des (schmelzenden) Eisbergs.

Nicht ganz zu vergessen sind aber auch andere Bergsteiger und Wildtiere (v.a. Gämsen), die ebenfalls als Auslöseursachen in Frage kommen und mitberücksichtigt werden müssen.

Abb. 9 Grunddisposition, variable Disposition, auslösende Faktoren. Quelle: (Hübl, Naturgefahren im alpinen Raum, 2012)

Abb. 9 Grunddisposition, variable Disposition, auslösende Faktoren. Quelle: Hübl, Naturgefahren im alpinen Raum, 2012

Maßnahmen zur Risikoverminderung

Eine kleine Zeitreise zum Thema „Risikomanagement Steinschlag“, das in meiner eigenen alpinen Lehrzeit in den 70er- und 80er-Jahren im „Koasa“ allgegenwärtig war. Viel Betrieb in den oft brüchigen Rissen und in den schottrigen Normalabstiegen machten Steinschlag zum täglichen Begleiter.

Eherne Verhaltensregeln – heute: Risikominimierungsstrategien – wurden uns als Anfängern daher von Beginn an eingebläut:

  • Die letzten Meter zum Einstieg im Eilschritt und unbedingt schon mit dem Helm am Kopf zurücklegen.
  • Anseilen möglichst unter einem schützenden Überhang.
  • Wer beim Zustieg oder in der Tour öfter mal einen Stein auslöste, musste danach „an Liter zahlen“ und wurde als „Schotterprinz“ bezeichnet.
  • Die höchste Kletterkunst bestand darin, im größten Bruchhaufen elegant unterwegs zu sein, ohne ein Steinderl aus dem labilen Gleichgewicht zu bringen.
  • Wer beim Klettern einen Stein auslöste, musste laut „Egon“ rufen (warum „Egon“ und nicht ganz einfach „Stein“, ist mir noch heute nicht klar).
  • Die Aufmerksamkeit auf jede Bewegung des Vorsteigers war absolut – nicht nur wegen des latenten Steinschlagrisikos, sondern auch wegen der oft beunruhigend schlechten Absicherung.

Dagegen wundere mich immer wieder über die Sorglosigkeit, die heute oft im Umgang mit dem Steinschlag herrscht:

  • Kinderwägen am Wandfuß eines Klettergartens, wo faustgroße Steine in der Wiese liegen,
  • Kletterer, die Steine abtreten und sich in Schweigen hüllen, obwohl Wanderer am Steig unter der Wand vorbeispazieren und
  • Bergsteiger, die seelenruhig in einer Steinschlagrinne ihre Jause auspacken …

Natürlich, Steine können jeden treffen, der viel am Berg unterwegs ist – das ist mir natürlich auch schon passiert. Es schadet aber nicht, die Augen offenzuhalten, auf die Anzeichen zu reagieren und ein paar Verhaltensregeln im Umgang mit der Steinschlaggefahr zu verinnerlichen. ■

Titelbild: 

Piz Cengalo, in den 80er-Jahren bekannt für seinen „eisenfesten Granit“ – heute gibt’s im Gebiet umfangreiche Sperrungen aufgrund der latenten Gefahr nach einer Serie verheerender Bergstürze. Foto: Dieter Stöhr

Dieter Stöhr

DI Dr. Dieter Stöhr, Forstwirt, arbeitet beim Land Tirol, Leiter des Programms Bergwelt Tirol – Miteinander Erleben, Berg- und Skiführer und externer Lehrbeauftragter am Institut für Ökologie der Uni Innsbruck.

Literatur:

  • BMNT (2018): Technische Richtlinie für die Gefahrenzonenplanung  gem. § 42a WRG
  • Österreichisches Forstgesetz (1975)
  • Hübl J. et al. (2003): ETAlp- Erosion, Transport in Alpinen Systemen – Stumme Zeugen Katalog
  • Hübl J., Kienholz H., Loipersberger A. (2006): Dokumentation alpiner Naturereignisse, Interpraevent